Wird Deutschland ein regulierter Glücksspielmarkt?

Wird Deutschland ein regulierter Glücksspielmarkt?

Kürzlich trafen sich die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer anlässlich einer Konferenz in der Bundeshauptstadt Berlin. Auf der Tagesordnung stand auch der Glücksspielstaatsvertrag und damit die im Dezember 2018 abgelaufenen Glücksspiel-Lizenzen von Schleswig-Holstein, die dieses Bundesland als einziges vergeben hat.

Schleswig-Holstein und seine Spielbank Lizenzen

Über den Glücksspielstaatsvertrag wird schon jahrelang diskutiert, ohne dass man eine Einigung erzielt hätte. Der Vertrag legt die Gesetzgebung über Glücksspiel in die Hände der einzelnen Bundesländer. Hintergrund ist, dass dieser Vertrag schon so alt ist, dass man damals ausschließlich Spielbanken im Auge hatte, und niemand an moderne Online Spielbanken und das Spielen im Internet gedacht hat.  Von daher gibt es bis heute keine einheitliche Regulierung für den Online-Glücksspielmarkt.

Als Online Spielbank schließlich immer beliebter wurden und heute auch in Deutschland, trotz rechtlicher Grauzone, gut 40% des gesamten Glücksspielmarkts übernommen haben, wurden die Rufe nach einer allgemeinen Regulierung lauter. Bereits vor rund 10 Jahren suchte man hier nach einer Lösung, allerdings konnten sich die Landesväter damals nicht einigen, was zum Alleingang von Schleswig Holstein geführt hat. Das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration in Schleswig Holstein hat 2012 Lizenzen an 23 Betreiber ausgegeben, die aber inzwischen abgelaufen sind. Im März 2019 wurde nun der Verlängerung der abgelaufenen Lizenzen bis 2021 beim Treffen der Ministerpräsidenten in Berlin zugestimmt. Allerdings muss der Kieler Landtag diesen Vorschlag jetzt noch abnicken.

Mit der Schleswig Holstein Lizenz können zwar nur Spieler mit Wohnsitz in diesem Bundesland in Online Spielbanken spielen, aber für die Betreiber der Online Spielhallen ist die Lizenz sehr werbewirksam.

Für die Einwohner aller anderen deutschen Bundesländer gilt weiterhin eine europäische Lizenz, beispielsweise aus Malta. Allerdings verdient der deutsche Staat an diesem Glücksspiel dann wenig mit.

Die „deutsche“ Lizenz

Schleswig Holstein ist ein kleines Bundesland mit rund 2,8 Millionen Einwohnern. Dennoch ist eine Lizenz aus einem deutschen Bundesland für die Betreiber von Online Spielbanekn sehr wichtig. Gerne wirbt man mit der „deutschen Lizenz“ auf seiner Webseite, was den Spielern zusätzliches Vertrauen und und noch mehr Sicherheit suggerieren soll. Zu Online Spielos, die sich gerne mit der Schleswig Holstein Lizenz schmücken, gehören DrückGlück, Wunderino, Vera&John, und das Sunmaker.

Wie geht es weiter mit dem Glücksspielstaatsvertrag

Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag läuft 2021 aus. Bisher konnte über diesen Termin hinaus noch keine einheitliche Einigung erzielt werden. Viele Bundesländer können sich nun vorstellen, dem Beispiel von Schleswig Holstein zu folgen und eine Regulierung für die Einwohner ihres Gebietes zu erwirken. Ob aber die Online Spielbanken interessiert sein werden, für das Territorium Deutschlands zehn oder mehr verschiedene Lizenzen zu erwerben, darf bezweifelt werden.

Die Branche wünscht sich schon lange ein einheitliches Regelwerk für alle Spielformen in der gesamten Bundesrepublik. Solange wird man sich wahrscheinlich auf die europäische Lösung berufen oder gar weiter mit Lizenzen aus Gibraltar oder Curacao seine Spielautomaten und Games auf dem deutschen Markt anbieten. Solange der entsprechende Online Anbieter von Slots unabhängig geprüft und für sicher befunden wurde, beispielsweise von einem spezialisten wie SuperLenny, können die Spieler auch weiterhin sorglos Ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen.